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FAQ
Was ist Materialeffizienz?
Technische Definition: Materialeffizienz ist das Verhältnis von sämtlichen Materialien, die ins Unternehmen fließen (Input), bezogen auf die Materialanteile, die in den verkauften Produkten enthalten sind. Der Begriff „Material“ umfasst hierbei Rohmaterialien, Vorprodukte, Hilfs- und Betriebsstoffe, sowie alle Energieverbräuche (siehe Grafik). 
Steigerung der Materialeffizienz bedeutet somit Erhöhung der Wirtschaftlichkeit bei effizienter Verwendung und Einsatz sämtlicher Materialien in der Wertschöpfungskette. Somit immer eine Verbesserung der betrieblichen Ergebnissituation. Unabhängig, ob das Unternehmen „eigene“ Produkte hat, oder ein Veredelungs-, Lohnfertigungsbetrieb ist – es bestehen immer positive Einflussmöglichkeiten in der gesamten Wertschöpfungskette Lieferant -Unternehmen - Kunde.
Was ist VerMat?
VerMat ist ein vom Bundeswirtschaftsministerium großzügig gefördertes Projekt zur Verbesserung/Steigerung der Materialeffizienz. Dieses Projekt wird von der deutschen Materialeffizienzagentur (demea), einer Tochtergesellschaft des VDI / VDE | IT, durchgeführt.
   
Steigerung der Materialeffizienz, was bringt das?
Steigerung von Wirtschaftlichkeit und Ertrag, damit verbesserte Wettbewerbsfähigkeit. Nachhaltiger Beitrag zur rationellen Verwendung von „endlichen“ Material- und Energieressourcen unter Umweltaspekten.Oft wird mit hoher Priorität die Senkung der Personalkosten verfolgt . Und dies, obwohl die Materialeinsatzquote wesentlich höher liegt (im Schnitt bei 40 – 50%) als die Personalaufwandsquote (bei ca. 25 %)! Es zeigt sich also ganz deutlich, dass die Steigerung der Materialeffizienz über ein deutlich höheres Potential verfügt! 
Wie läuft eine Beratung ab?
Die demea zertifiziert sogenannte „Leitberater“, die qualifiziertes KnowHow und umfängliche Projekt- und Beratungskompetenz aufweisen. Diese Leitberater „tragen“ das Materialeffizienzprogramm in die Betriebe. Die Vorgehensweise erfolgt in zwei Stufen. 1. Die Potentialanalyse
In dieser ersten Phase werden unternehmensspezifisch die Effizienzansätze im Materialbereich analysiert und bewertet. Ausgangsbasis ist u.a. die Betrachtung des sogenannten Stoffstrom-Managements (s. Abb. oben). Bei diesem Ansatz wird eine Stoffstrom-Bilanz erstellt, welche sämtliche Zu- und Abgänge von Einsatzstoffen (Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe, Vorprodukte, Energie) enthält . Anhand dieser Stoffstrom-Bilanz werden Materialverluste und -ineffizienzen verschiedenster Einflussfaktoren (siehe Abb) ermittelt. Diese Betrachtungen erfordern, je nach Betriebsgrösse bzw. Komplexität, ca. 8 – 10 Manntage Beratung. Ergebnis der Analyse ist ein Bericht, welcher die Potentiale und deren Auswirkungen detailliert aufzeigt . Parallel wird ein sog. Masterplan erstellt, mit den Einzelschritten zur Umsetzung der Verbesserungen im Unternehmen. Die Ergebnisse werden anschließend dem Management präsentiert und erläutert. 2. Die Vertiefungsberatung
In der Vertiefungsberatung werden die Verbesserungsmassnahmen gemeinsam durch Mitarbeiter des Unternehmens und die Leitberater, umgesetzt. Meßlatte für den Erfolg sind die fixierten Projektresultate der Potentialanalyse. Diese werden im Rahmen eines Projektförderungsantrages an die demea weitergeleitet. 
WIE wird gefördert? WER wird gefördert?
Der Aufwand zur Durchführung der Potentialanalyse wird mit einem Mittelzuschuß von 67% durch das BMWi gefördert. Der Aufwand der Vertiefungsberatung und Umsetzung wird mit einem Mittelzuschuß von 33% gefördert; da hier ja bereits Rückflüsse aus der Massnahmenumsetzung fließen!Die Antragsstellung auf Projektförderung kann ausschließlich über akkreditierte Leitberater erfolgen. Die Projektförderung gilt für KMU´s gemäß EU-Kriterien , d.h. Anzahl Mitarbeiter < 250 und Jahresumsatz < 50 Mio. Euro. Es gibt hierzu Ausnahmeregelungen, nach welchen Unternehmen bis max. 1.000 Mitarbeiter gefördert werden können, wenn spezifische Projektkriterien erfüllt werden.
Bei Fragen treten Sie bitte mit uns in Kontakt oder nutzern Sie unseren kostenlosen Rückrufservice. 
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